WGT 2024

 
 

Der Weltgebetstag 2024 kommt aus Palästina

…durch das Band des Friedens

 

Das diesjährige Weltgebetstagsland Palästina wurde bereits 2017 auf der Internationalen WGT-Konferenz ausgewählt, wo auch die Auswahl der Bibelstelle für den Gebetstext erfolgte.

 

Die Liturgie, die christliche Frauen aus sechs verschiedenen Kirchen in Palästina für uns erarbeitet haben, ist getragen vom Wunsch nach Frieden und Versöhnung.

Im Zentrum stehen Verse aus dem Brief an die Gemeinde in Ephesus (Eph 4,1-7), wo es in Vers 3 heißt: „Der Friede ist das Band, das euch alle zusammenhält“. Im Gottesdienst werden drei Geschichten erzählt, von palästinensischen christlichen Frauen, die aufzeigen, was es bedeuten kann, jemanden in Liebe zu ertragen und dass das Band des Friedens miteinander verbinden kann.

„Angesichts von Gewalt, Hass und Krieg in Israel und Palästina ist der Weltgebetstag mit seinem diesjährigen biblischen Motto aus dem Brief an die Gemeinde in Ephesus ´…durch das Band des Friedens` so wichtig wie nie zuvor“, betont die evangelische Vorstandsvorsitzende des WGT, Brunhilde Raiser.

 
 
 

Die Feier zum Weltgebetstag 2024

 

Zur Feier des Weltgebetstages mit der Überschrift „…durch das Band des Friedens“ sind am Freitag,1. März 2024, zahlreiche Interessierte in das ev. Gemeindehaus in Neulußheim gekommen.

In der Begrüßung erfuhren die Anwesenden, dass die palästinensischen Christinnen sich vom Brief an die Gemeinde in Ephesus inspirieren ließen, in dem es heißt „ertragt einander in Liebe“.

Das Thema „…durch das Band des Friedens“ war durchgängig präsent. Fürbitten, Geschichten palästinensischer Frauen und Meditation wurden durch kleine Aktionen und Lichteffekte bereichert.

Eine Bildpräsentation belebte die Landesinformation, in der sowohl über Palästina als auch die schwierige Lage seit Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 bis heute berichtet wurde.

Das Vater unser-Gebet wurde mit den aus dem aramäischen übersetzten Worten gebetet, wodurch ein neuer Blick auf das so bekannte Gebet entstand.

 
 
 

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom katholischen Kirchenchor mit seinem Dirigenten Arno Nützel am Keyboard begleitet.

Mit der Feier ist es gelungen, eine der wichtigsten Aufgaben des Weltgebetstages zu erfüllen, nämlich die Stimmen der Frauen aus dem aktuellen Weltgebetstagsland hörbar zu machen, ihnen in geschwisterlicher Solidarität zuzuhören, nahe zu sein und ihre Botschaft zu respektieren. Jede Weltgebetstags-Liturgie spiegelt den Alltag, die Leiden und Hoffnungen der Christinnen wider, die sie aufgeschrieben haben, um sie mit anderen zu teilen.

Nach dem Gottesdienst verweilten viele Anwesende bei Tee und kleinem Imbiss zu Gesprächen, auch das Angebot des Eine-Welt-Tisches wurde genutzt.

                                                                                                      Marianne Langlotz